Der Kampf um die Aufmerksamkeit
Vor 50 Jahren bewegte sich das Marketing rum um die geschlossene Einheit der Kleinfamilie, mit Tupperpartys und Staubsaugervertretern an der Haustür. In den 80ern wurde das Farbfernsehen allgegenwärtig und große Summen dafür ausgegeben, Werbejingles in die Kinderzimmer der Generation X zu spülen.
Mit dem Aufkommen der Smartphones in den Nuller Jahren wanderte ein Großteil der Werbegelder endgültig ins Internet. Dort sind viele Menschen nicht mehr nur Konsument, sondern “Prosumer”, also gleichzeitig auch Produzent von Inhalten geworden. Und jetzt erzeugen KI-Bots blitzschnell gewaltige Mengen an minderwertigem “Slop”. Das Verhältnis von Signal und “Rauschen” hat sich komplett auf den Kopf gestellt, die gesuchte Information ist eine einsame Insel in einem Ozean aus Klickibunti Bildern.
Willkommen im Zeitalter der Selbstsender
Um der Informationsflut Herr zu werden, leben wir alle in selbstkuratierten Informationsblasen, “Bubbles”, in die nur ein bestimmter Informationsmix hineingelassen wird. Früher gab es drei Fernsehprogramme, einen Radiowecker und die Bravo. Heute gibt es tausende Broadcast-Channels – und jeder Mensch stellt sich seinen ganz persönlichen Infomix zusammen. Die einen holen sich morgens Nachrichten-Snippets und Börsenkurse, die anderen Katzenvideos und Fitness-Hacks.
Und was dringt überhaupt noch durch die Filter durch?
Gefahr – alles, was nach Risiko, Störung oder Warnsignal klingt.
Gefiltertes – Nachrichten aus dem Freundeskreis und der Familie
Gelegenheiten – Geschenke, Schnäppchen und romantische Signale
Gedankenwelt – Themen, mit denen man sich gerade selbst beschäftigt.
Als Agentur wissen wir: mit sexy Bildern, Alarmsignalen und Gratisangeboten dringt man vielleicht einmal durch. Aber um auf Dauer hinter den Filtern zu landen hilft nur verlässliche Kommunikation. Nichts versprechen, was man nicht halten kann. Nur Dinge kommunizieren, für die man “abonniert” wird.
In unserem Werkzeugkasten gibt es daher das “Beziehungsmarketing”. Man erzeugt Content für seine Kunden, Mitglieder, Netzwerkpartner, Mieter. Content der Spaß macht, der im Briefkasten landet oder sich am Spamfilter vorbeistiehlt. Text, Bilder, Podcast, Video und Gewinnspiele. Content, der wie ein Leuchtturm Besucher anzieht, die sich für ein bestimmtes Thema interessieren.
Klingt interessant? Wir reden gerne mit Ihnen über Ihre Zielgruppe und wie deren Filterblase aussieht.