Agent, Agent, ein Lichtlein brennt – oder – wofür man 2026 noch Menschen benötigt

KI Agenten

KI-Tools sind großartig darin, große Datenmengen schnell zu verarbeiten. KI-Agenten übernehmen heute zunehmend eigenständig Aufgaben. Mit enormer Rechenpower sollen vor allem simple Verwaltungstätigkeiten vereinfacht werden. Chat-Assistenten sind in allen Betriebsystemen enthalten und werden an jegliche Software angeflanscht. Und so gut wie alle Unternehmer, mit denen wir aktuell sprechen, haben die Absicht, mit Hilfe von KI Kosten zu senken.

Man kann auch ohne KI die Digitalisierung vorantreiben.

Bevor man automatisiert, muss man aber erstmal digitalisieren. Und das ist der härtere Teil (der Wahrheit). Unsere hochqualifizierten Mitarbeiter nutzen bereits einen ganzen Blumenstrauß von Software, um Daten effizient zu verarbeiten: von Chatbots über professionelle Grafiksoftware, von selbstprogrammierten Skripten bis zum Online-Kalender. Und all diese Software muss ausgewählt, gewartet, lizenziert, vernetzt, verstanden und klug genutzt werden.

Will man stark automatisieren, benötigt man eher mehr IT-Kompetenz, nicht weniger.

Wenn man den KI-Predigern zuhört, könnte man meinen, das sei alles bald nicht mehr nötig. Tatsächlich sind Chatbots als Interface leicht und von jedermann zu nutzen, im Gegensatz zu Spezialsoftware wie Indesign. Aber wir haben bereits hocheffiziente digitale Arbeitsabläufe, in denen es wenig Optimierungspotenzial gibt – wenn man das Medium und die Qualität beibehalten will. Die tief hängenden Früchte sind bereits geerntet.

KI liefert immer nur 20%.

Der Fortschritt in den letzten 3 Jahren ist durchaus zu spüren, noch ist aber die Qualität der Ergebnisse im Grafikdesign extrem unpräzise. Generative KI-Tools liefern schnell Ideen, die auf den ersten Blick nach 80% aussehen, aber in Wahrheit eher näher bei 20% liegen.

Schnell generierter SLOP ist ok für billige Reichweite auf Social Media, insbesondere wenn man ein schnelldrehendes Produkt vermarktet. Will man dagegen Qualität verkaufen, sollte man auch bei der Kommunikation etwas Liebe zum Detail hineinstecken.

Für perfekte Ergebnisse benötigt man weiterhin noch eine Menge menschliche Arbeit. Gerade für das schwierige letzte Stück benötigt man Urteilsvermögen, Zugriffs- und Urheberrechte sowie kulturelles Verständnis. Das haben KI-Agenten nicht. Zumindest 2026 noch nicht.

Hurra, Menschen

Für bestimmte Aufgaben lohnt es sich Spezialisten zu beschäftigen. Diese findet man zum Beispiel – bei Bedarf – bei Ihrer fleißigen Werbeagentur.